Städtisches Forstamt Baden-Baden: Erstmals U400-Kombination mit Profi-Forstausrüstung
Donnerstag, 5. April 2012

Mähen, Mulchen, Holzrücken und Winterdienst: Investition in leistungsstarke Zusatzgeräte

Stuttgart/Baden-Baden – Die Unterhaltungsarbeiten im größten deutschen Kommunalwald stellen das Städtische Forstamt Baden-Baden vor enorme Herausforderungen: Im Sommer wie im Winter ist der größte kommunale Forstbetrieb Deutschlands zuständig für die Forst-, Landschafts- und Gehölzpflege, die Unterhaltung des über 400 km langen Wegenetzes und die Instandhaltung der kommunalen Erholungseinrichtungen im Wald, aber auch für die Pflege und Verjüngung der städtischen Streuobstwiesen.


Das vielfältige Aufgabenspektrum verlangt höchste Flexibilität und den Einsatz leistungsfähiger Geräte. Mit der Neuanschaffung eines Unimog U400 in professioneller Forstausrüstung hat sich das Städtische Forstamt für eine echte Premiere entschieden, die bereits bundesweit bei zahlreichen weiteren Forstbetrieben auf reges Interesse stößt.

Maßgeschneiderte An- und Aufbaugeräte

Es ist bereits der sechste Unimog seit Mitte der 1950er Jahre im forstamtlichen Betriebsfuhrpark der badischen Metropole. Jedoch ist es das erste Mal, dass ein Unimog des Typs U400 mit einer vollwertigen Forstausrüstung inklusive umfassender Schutzeinrichtungen eingesetzt wird. Zur Erfüllung des breit gefächerten Anforderungsprofils ist das Allradfahrzeug bestens vorbereitet durch maßgeschneiderte An- und Aufbaugeräte.

Echtes Unikat

Dazu gehören ein Vario-Schneepflug mit hydraulischer Hebe- und Senkeinrichtung, ein Streuautomat mit Feuchtsalz-Ausrüstung und ein Auslege-Mulchgerät. Diese Zusatzgeräte machen den Unimog U400 zu einem echten Unikat mit Multitaskingfähigkeit für den Allround-Einsatz im Forst-, Wiesen- und Wegenetz des Städtischen Forstamts.

Handliche Flexibilität

Die Aufgaben des neuen Unimog, der von der Unimog-Generalvertretung Berendsen in Karlsruhe verkauft wurde, verteilen sich über das ganze Jahr – bei minimalen Stand- und Umrüstzeiten. Zum Mähen, Mulchen, Holzrücken und Winterdienst sind schnelle Gerätewechsel unbedingt erforderlich. Schließlich geht es um die effiziente Pflege eines 8500 Hektar großen Areals mit unterschiedlichster Topografie und Bodenbeschaffenheit, zu dem auch drei Wildgehege zählen.

„Auf 7500 Hektar Stadt- und zusätzlich 1000 Hektar Staatswald ist unser neuer Unimog schnell, wendig, traktionsstark und umwelt-freundlich unterwegs“, sagt August Bihlmeier, Leiter des Betriebshofs des Städtischen Forstamts. „Im Geräteeinsatz ist das Allrad-Arbeitswunder unübertroffen durch sein kurzes Fahrerhaus, die uneingeschränkte Rundumsicht, den hohen Sicherheitsstandard und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten im Forstbetrieb.“

Innovatives Kraftpaket im Forst

Baumschneiden und Holzrücken, auch in höheren Lagen und an Berghängen, zählt in Baden-Baden zum täglichen Unimog-Pflichtprogramm. Der U400 ist bei Gehölzpflegemaßnahmen und Windwurfaufbereitung von Wegen und Straßen nach einem Sturm ebenso gefordert wie beim Offenhalten von Wiesentälern und Wasserläufen oder der Pflege von Streuobstwiesen. Diese Jobs meistert er mit Bergstütze, Überrollbügel, Astabweiser, Ventilschützern an den Felgen, Abschirmgittern rundum zum Schutz der beheizbaren Scheiben sowie einer Doppel-Trommelseilwinde mit Forst-Funkfernsteuerung. Getriebe, Tank und alle anderen Aggregate sind durch Stahlplatten vor Beschädigungen geschützt.

Sicheres Vorankommen

Der Euro 5-Dieselmotor OM 906 LA leistet 175 kW (238 PS). Dazu gesellen sich Portalachsen für große Bodenfreiheit und Böschungswinkel, ein tiefer Schwerpunkt und viele Extras mehr. Selbst in den extremsten Hanglagen der vom Forstbetrieb betreuten Wald- und Wiesenflächen kommt der Unimog sicher voran. „Auf der Winde haben wir jeweils 6 Tonnen Zugkraft und eine Seillänge von 120 Metern; damit können wir den Unimog nicht nur beim Holzrücken oder bei der Gehölzpflege an Baumstämmen sichern, sondern darüber hinaus sogar feststeckende Langholztransporter freiziehen“, freut sich Bihlmeier.

Für die regelmäßig anfallenden Materialtransporte verfügt der U400 über eine nach drei Seiten kippbare Stahl-Ladepritsche. Auf ihr lassen sich Pflanzen zur Aufforstung, Zäune und Holz ebenso sicher transportieren wie Werkzeuge und Baumaterial für Hochsitze oder Instandhaltungsarbeiten, die am exakt 418 km langen Wegenetz und an den kommunalen Erholungseinrichtungen ständig anfallen.

Spezialgeräte für das ganze Jahr

Zur Pflege von Banketten, Böschungen und Wiesen in den wärmeren Jahreszeiten umfasst das Unimogseitige Ausstattungspaket einen Fahrhydrostat und eine tirecontrol-Reifendruckregelanlage. Dazu kommt ein Mulag-Mäh- und Mulchgerät mit einem 7 Meter langen Ausleger, für den selbst hohe Böschungen kein Problem darstellen.

Im Winter erfolgt die Räumung der Waldwege mit einem Schmidt Vario-Schneepflug bis in höchste Lagen, um die Holzabfuhr im Frühjahr sicherzustellen. In der Keilpflugstellung ist dieses Gerät für die zuverlässige Räumung von Schneedecken bis zu einem Meter Höhe einsetzbar.

Zusatzausrüstung

Damit die Flexibilität des U400 im Winterdienst noch weiter erhöht wird, setzt das Baden-Badener Forstamt einen starken Doppelschnecken-Streuautomaten mit Feuchtsalz-Zusatzausrüstung ein. „Wenn das öffentliche Straßennetz im Schnee versinkt, stehen wir mit dieser Zusatzausrüstung natürlich auch für Räumeinsätze im Stadtgebiet von Baden-Baden zur Verfügung“, betont Bihlmeier. Red


GZ-07-2012