Dezentrale Energieversorgung in Bayern und was sie für die Kommunen bringt
Donnerstag, 26. Januar 2012
Die sichere Energieversorgung der Zukunft ist eine Mammutaufgabe für alle Beteiligten, vor allem auch für die Kommunen. Land und Kommunen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Energiewende umzusetzen und eine dezentrale, CO2-arme Energieversorgung aufzubauen. Erdgas wird dabei eine starke Rolle spielen. Die regionale Erdgasförderung vor Ort ist eine Möglichkeit, ein Stück Energiewende bereits heute zu realisieren und nicht erst in einigen Jahren. kurt_sonnleitner-br
Kurt Sonnleitner, RAG-Vorstandsdirektor Technik. Red


Die österreichische Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft (RAG) fördert gemeinsam mit der Bayerngas GmbH in Bayern Erdgas und trägt zu einer sicheren Energieversorgung in Bayern bei. Die Vorteile einer dezentralen Energieversorgung in Bayern und was eine solche Energieversorgung für die Kommunen bedeutet, erläutert Kurt Sonnleitner, RAG-Vorstandsdirektor Technik:

GZ: Herr Sonnleitner, lohnt es sich überhaupt, in Bayern Erdgas zu fördern?

Sonnleitner: Ja, wir sind davon überzeugt, dass in Bayern noch genügend Gasvorkommen vorhanden sind, um auf Jahrzehnte hinaus die regionale Energieversorgung unterstützen zu können. Dies stellt einen wichtigen Schritt in eine dezentrale, umweltfreundliche Energieversorgung der Zukunft dar. So steigt beispielsweise die Unabhängigkeit von teuren Importen aus dem Ausland.

GZ: Gibt es eine langfristige Perspektive für die Erdgasförderung?

Sonnleitner: Ja, denn die Erdgasförderung und der dezentrale Ausbau der Gas-Infrastruktur hat gleich doppelte Bedeutung: Zum Einen dient sie bereits heute der direkten Energieversorgung der Bevölkerung, zum Anderen wird durch die Erdgasförderung gleichzeitig auch die Entwicklung der erneuerbaren Energien gefördert. Denn es muss einen verlässlichen Partner geben, der die Energie sicher auch dann liefern kann, wenn es die Erneuerbaren nicht können, weil kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint.

GZ: Warum ist die RAG gerade in Bayern aktiv?

Sonnleitner: Die Förderung findet im Auftrag und somit im Interesse des Freistaats Bayern statt, der dadurch die Entwicklung einer dezentralen, regionalen Energieversorgung vorantreibt. Das Gas, das in Bayern gefördert wird, wird auch regional genutzt und dient hierzulande der Sicherstellung der regionalen Energieversorgung.

GZ: Inwiefern profitieren die Kommunen von der Erdgasförderung?

Sonnleitner: Die Kommunen profitieren durch die generellen ökologischen Vorteile einer regionalen Energieversorgung. Da das Erdgas umweltfreundlich unterirdisch transportiert wird, halten wir die Transportwege kurz und schonen so die Umwelt. Die Förderung bringt den Kommunen aber auch konkrete wirtschaftliche Vorteile zum Beispiel durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und zusätzliche Einnahmen wie Gewerbesteuern. Red   

RAG – Partner der Kommunen

- Erdgas erhält als Energieträger eine bedeutende Stellung im Energiemix bei der direkten Energieversorgung und zur Sicherung der Infrastruktur der regenerativen Energien.

- Die RAG unterstützt Kommunen bei der Stärkung einer dezentralen, regionalen Energieversorgung.

- Alle Projekte der RAG unterliegen höchsten Sicherheits- und Umweltstandards.

- Die RAG handelt nach dem Grundsatz „Verantwortung aus Tradition“. Das Unternehmen fördert seit 1935 Öl und Gas in Mitteleuropa und unterstützt eine regionale Energieversorgung für die Bürger.

- Die RAG ist vor allem in Österreich tätig – seit 1997 auch in Bayern. In direkter Nachbarschaft zu Bayern hat die RAG ihr Hauptfördergebiet in Oberösterreich und Salzburg.

- Ein wichtiger Faktor bei der Umsetzung aller Projekte ist für die RAG daher ein offener Dialog mit den Bürgern der entsprechenden Region. Wir sehen jedes Projekt als gemeinsames Projekt zwischen der RAG, den Kommunen und deren Bürgern.

- Da Bodenschätze generell dem Staat gehören, in dem sie gefördert werden, verringern die Förderung und Nutzung von Erdgas in Bayern die Abhängigkeit von Importen und schafft Wertschöpfung im Land. Red

GZ-01/02-2012