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24. Juni 2010: Power für Bayerns Kommunen! Drucken E-Mail
Mittwoch, 28. Juli 2010

„Power für Bayerns Kommunen!“ - Im Bürgerhaus in Garching mit kompetenten Energie-Fachleuten! Kooperationspartner Bayerischer Gemeindetag und Bayerischer Städtetag

Die globalen Entwicklungen der jüngsten Zeit haben die Diskussion um eine sichere und bezahlbare Energieversorgung hierzulande weiter angefacht. Die Kommunalpolitiker fühlen sich stärker denn je in der Verantwortung und brauchen zur Erfüllung ihrer Aufgaben zuverlässige Partner. Beim 3. GZ-Energie-Fachforum im Bürgerhaus in Garching bei München, dem mehr als 300 Gäste beiwohnten, trafen die Entscheidungsträger aus Kommunen und weiteren Behörden, die Verantwortlichen aus Verwaltungen sowie haupt- und ehrenamtliche Mandatsträgerinnen und Mandatsträger auf kompetente Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Energiewirtschaft. Präsentiert wurden neue Produkte, Dienstleistungen und Lösungsansätze, die wegweisend sind für energiesparende Ausstattungsmöglichkeiten sowie Sanierungen der Städte und Gemeinden.

Ziel war es erneut, das Netzwerk von Angebot und Nachfrage enger zu knüpfen und persönliche Kontakte zu ermöglichen. Fachvorträge und eine eigens organisierte Fachausstellung schufen die Grundlage für informative Begegnungen, gute Gespräche und interessante Diskussionen. Mit Vorführungen von Elektro-Tesla, Elektro-Mini, Segways und elektrisch angetriebenen Fahrrädern wurden dieses Jahr auch neue Antriebsformen vorgestellt.

Eine unvergleichliche Mitfahrgelegenheit mit dem Tesla Roadster ermöglichte die BEW Baye-
rische Elektrizitätswerke GmbH, Augsburg. Der Tesla Roadster wird ausschließlich durch Lithium-Ionen-Akkus, d. h. durch leistungsfähige Akkus wie sie in Mobiltelefonen und Laptops verwendet werden, angetrieben. Die 6.381 Akkus liefern die Kraft für den 238 PS (185 kW) starken Elektromotor, der mit bis zu 13.000 Umdrehungen werkelt.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt über 200 km/h.

Bei Elektromotoren steht das maximale Drehmoment viel früher zur Verfügung als bei einem Benzinmotor, weshalb der Tesla Renner von 0 auf 100 km/h in knapp vier Sekunden beschleunigt. Ein Kupplungspedal gibt es nicht, mit einem Hebel wird einer der zwei Gänge gewählt und die Elektronik regelt den Rest. Der erste Gang reicht bis 100 km/h, Schalten im Stadtverkehr erübrigt sich. Nach etwa 350 Kilometern ist es ratsam, eine „Tankstelle“ anzusteuern und sich dreieinhalb Stunden Zeit für das Aufladen der Akkus zu nehmen. Mit einer eigenen Solaranlage auf dem Garagendach wird die Fahrt zu einem preiswerten Spaß ohne Abgase.

Neue Antriebsform

Segway Inc. als ein führendes Unternehmen elektrobetriebener Zweiräder ist es wiederum gelungen, mit dem Segway Personal Transporter ein innovatives und umweltfreundliches Transportmittel zu schaffen, das aufgrund seiner Fortbewegung als selbstbalancierendes Fahrzeug einzigartig ist. Der Segway fährt mit der Stromladung von einem Euro 200 Kilometer weit und produziert im Vergleich zu einem handelsüblichen Motorroller mit 50 ccm pro gefahrenem Kilometer 60 Gramm weniger CO2-Emission.

Der einzigartige Elektroroller des Deggendorfer Unternehmens orientiert sich an den Bewegungsabläufen des menschlichen Körpers und ermöglicht durch die intuitive Handhabung bereits nach kurzer Zeit ein sicheres Fahren. Er reagiert auf jede Körperbewegung und fährt, sobald sich der Fahrer nach vorne lehnt. Das Bremsen erfolgt durch leichtes Zurücklehnen. Möglich wird dies durch eine hoch intelligente Technik, die nach dem Prinzip der dynamischen Stabilisierung funktioniert.

Wie GZ-Chefredakteurin Anne-Marie von Hassel bei ihrer Begrüßung betonte, benötigten Kom-
munen heute in vielfacher Hinsicht „möglichst Stärke, die aus eigenem Vermögen erwächst“. „In den Kommunen“, so ihre Prog-nose, „werden diejenigen die beste Energie-Politik machen, die ‘stark’ sind, weil sie am besten informiert sind und deshalb eine kluge Auswahl treffen können aus den vielschichtigen und differenzierten Angeboten.“

Differenzierte Konzepte
Die Kommunen befänden sich an einer bedeutenden Schnittstelle, so Anne-Marie von Hassel: „Einerseits haben sie zahlreiche eigene Gebäude sowohl ökonomisch als auch ökologisch nachhaltig zu bewirtschaften, zum anderen sollen sie für die Bürger mit gutem Beispiel vorangehen und zum Dritten gestalten sie die Rahmenbedingungen für ihre Bürger.“ Neue Technologien und differenzierte Konzepte erforderten heutzutage ein deutlich vernetzteres Denken und Arbeiten. „Unter bestimmten Voraussetzungen haben Sie die Mehrzahl Ihrer Bürger dabei auf Ihrer Seite. Der jeweils eigene Geldbeutel darf dabei als gewichtiges Argument keinesfalls unterschätzt werden.“

„Energieeinsparung und erneuerbare Energien sind heute in aller Munde“, hob die „Hausherrin“, Garchings Erste Bürgermeisterin Hannelore Gabor hervor. Der so wichtige Schutz des Klimas verpflichte jeden Bürger, über diese beiden Themen intensiv nachzudenken und verantwortungsbewusst Folgerungen zu ziehen. Den Städten und Gemeinden komme dabei zweifellos eine Vorbildwirkung zu. Vor dem Hintergrund der allgegenwärtigen Debatten über den Klimawandel sei es unerlässlich, auch lokal und regional konkrete, alltagstaugliche Lösungsstrategien zu entwickeln. DK (GZ-14-10)


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