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Fünf Millionen Besucher: Schlösserverwaltung im Aufwind
GZ-4-08
Donnerstag, den 28. Februar 2008 um 02:00 Uhr
„2007 war das Jahr der Rekorde! Fünf Millionen Besucher lockten die von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreuten Schlösser, Burgen und Residenzen im vergangenen Jahr an. Damit kamen 2,7 Prozent mehr Gäste als im Jahr zuvor. Die bayerischen Schlösser sind im Aufwind“, stellte Finanzminister Erwin Huber bei der Bilanzpressekonferenz zur Arbeit der Bayerischen Schlösserverwaltung im Jahr 2007 fest.

 
neuschwanstein

Das Schloss aus dem die Träume sind: Neuschwanstein! Den  „Kini“, König Ludwig II., hat es den Thron - und wohl auch das Leben - gekostet. Angeblich war der Staat hochverschuldet wegen der Bautätigkeit seines Herrschers. Aber seither streicht die bayerische Schlösser- und Seenverwaltung vor allem mit den Eintrittsgeldern für die Prachtbauten des Märchenkönigs jedes Jahr stattliche Summen ein - von der Magnetwirkung für den internationalen Fremdenverkehr ganz zu schweigen.


Publikumsmagnet mit über 1,36 Millionen Besuchern war auch letztes Jahr wieder Schloss Neuschwanstein, das ein Plus von über 8,4 Prozent erzielen konnte. Weitere Glanzpunkte der Besucherbilanz sind die Königsschlösser Linderhof und Herrenchiemsee, die zusammen ebenfalls fast eine Million Besucher zählten. Das Neue Schloss auf Herrenchiemsee besichtigten dabei rund sieben Prozent mehr Besucher als im Vorjahr und auch Schloss Linderhof mit seinen Parkbauten konnte ein sattes Plus von 5,4 Prozent vorweisen, hob Huber erfreut hervor. Aber auch die weniger bekannten Kleinode konnten ihre Besucherzahlen teilweise erfreulich steigern. Die Burg Trausnitz in Landshut wollten knapp elf Prozent mehr Besucher als im Vorjahr sehen. Besonderes Highlight war hier zudem das Gartenfestival im Mai 2007, das allein rund 41.000 Besucher anlockte. Auch die Kaiserburg in Nürnberg konnte ein Plus von rund zehn Prozent verbuchen.

Ein Höhepunkt der Schlösserverwaltung im vergangenen Jahr war, so Huber, die Sonderausstellung „Kaiserräume - Kaiserträume. Forschen und Restaurieren in der Bamberger Residenz“, die in der Neuen Residenz Bamberg stattfand. Sie trug zu dem stolzen Besucherzuwachs von knapp 44 Prozent bei. Die Schlösserverwaltung habe mit dem Konzept, notwendige Restaurierungsarbeiten mit einer Ausstellung zu verknüpfen, neue Maßstäbe gesetzt, hob Huber hervor.

Einnahmensteigerung

Die Einnahmen der Schlösserverwaltung stiegen 2007 um gut acht Prozent auf über 50 Millionen Euro. Diese Grenze wurde dabei erstmals in der Geschichte der Schlösserverwaltung überschritten. Bei den Eintrittsgeldern ergab sich dabei eine Steigerung um zehn Prozent auf über 18,5 Millionen Euro. Der wachsende Geschäftsbereich Vermietung und Verpachtung fuhr ein Ergebnis von 21,1 Millionen Euro ein. Dies stellt ein Plus von 3,1 Prozent dar. Auf der Ausgabenseite ist ein Betrag von 94 Millionen Euro zu verbuchen. Größte Position sind die Bauausgaben mit knapp 38 Millionen Euro. Die Schlösserverwaltung glänze, so Huber, damit wie in den Vorjahren mit einer Kostendeckungsquote, die europaweit Maßstäbe setze. 2007 lag sie, ohne Einbeziehung der Bauausgaben, bei stattlichen 91 Prozent.

Im Zeichen Chinas

Das Jahr 2008 steht für die Schlösserverwaltung ganz im Zeichen Chinas. München biete, so Huber, mit der Residenz und dem Schloss Nymphenburg hierfür einen hervorragenden Rahmen. Die Innenräume der von Kurfürst Max Emanuel errichteten Pagoden- und Badenburg, die von seinem Sohn und Enkel geschaffene Prunkküche der Amalienburg und das Lackkabinett im Nymphenburger Schloss zählen zu den interessantesten Zeugnissen der Chinabegeisterung, die sich in Deutschland erhalten haben. Aktuell wird daher das Schreib- und Toilettenkabinett des Kurfürsten Max Emanuel in der Badenburg, das sogenannte „Affenkabinett“, aufwändig restauriert, um es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Münchner Residenz bietet darüber hinaus eine der bedeutendsten Spezialsammlungen ost-asiatischen Porzellans und eine bedeutende Reihe von Wandteppichen mit ostasiatischen Motiven. Dieser sogenannten „Großmogulfolge“ wird im Sommer im Schwarzen Saal der Residenz München eine eigene Ausstellung gewidmet.

Zu den wichtigsten Bauvorhaben, die 2008 abgeschlossen werden können, zählt die Sanierung des Mittelbaus des Schlosses Nymphenburg. Diese führt zu erheblichen Verbesserungen der Besuchereinrichtungen und wird bis Mitte des Jahres beendet werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp fünf Millionen Euro. Voraussichtlich im September wird mit dem italienischen Bau die seit 1980 laufende Gesamtbaumaßnahme im Neuen Schloss Bayreuth vollständig fertig gestellt sein. Inves-tiert werden hier 13,1 Millionen Euro. Die Instandsetzung und Restaurierung des Cuvilliés-Theaters in der Residenz München mit Gesamtkosten von 24,5 Millionen Euro wird mit der Wiedereröffnung am 14. Juni 2008 abgeschlossen. Dies sei, so Huber, der Beitrag des Freistaats Bayern zur 850-Jahr-Feier der Stadt München.

Ewig blühe Bayerns Land

„Ganz zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen Ausblick auf das Jahr 2009 geben: Eine Ausstellung in Landshut zu Herzog Ludwig X. und der Renaissance. Parallel zur Landshuter Hochzeit wird diese vom 28. Mai bis 29. September 2009 in der Landshuter Stadtresidenz mit dem Thema ‚Ewig blühe Bayerns Land - Herzog Ludwig X. und die Renaissance’ stattfinden“, schloss Huber. (GZ-4-08)

 

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