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60 Jahre Bayerischer Landkreistag: Stütze und Partner
GZ-15/16-07
Donnerstag, den 02. August 2007 um 17:34 Uhr
Mit einem Festakt in der Münchner Residenz beging am 1. August der Bayerische Landkreistag, vormals „Landkreisverband Bayern“, das 60jährige Jubiläum seiner Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg.

 
Zudem trat vor rund 35 Jahren, am 1. Juli 1972, die Verordnung zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte in Kraft, und: Seit inzwischen zehn Jahren arbeiten bayerische Landkreise freiwillig in dem Pilotprojekt des Bayerischen Landkreistags zur kommunalen Verwaltungsmodernisierung zusammen.

Kommunen waren die einzigen Behhörden

Nach der Kapitulation am 8. Mai 1945 gab es in Deutschland und damit auch in Bayern zunächst keine verantwortlichen staatlichen Behörden mehr. Die tatsächliche Macht im Staat war auf die Militärregierung übergegangen. Gemeinden und Landkreise waren die ersten und lange Zeit auch einzigen Behörden neben der Besatzungsmacht. Die ungeheure Fülle und Schwierigkeit der Aufgaben, vorrangig Sorge für die Lebensbedürfnisse der Bevölkerung und Bewältigung des Flüchtlingsstroms, ließen bald den Wunsch nach einem organisierten und institutionalisierten Erfahrungs- und Meinungsaustausch aufkommen.

Vorläufer zu einem bayerischen Landkreisverband war die am 28. April 1947 entstandene Arbeitsgemeinschaft der unterfränkischen Landkreise zu einem „Landkreisverband Unterfranken“. Auf Betreiben der unterfränkischen Landräte und letztlich des damaligen Innenministers Dr. Josef Seifried, aber auch des damaligen Landrats von Pfaffenhofen a. d. Ilm, Franz Edler von Koch, kam es schließlich am 29. August 1947 in Ingolstadt im Beisein von 118 Landräten zur Gründungsversammlung für den Landkreisverband Bayern.

Verbandssatzung

Dessen Aufbau war in der Folgezeit sowohl nach innen (Errichtung einer Geschäftsstelle), als auch nach außen (Vertretung gegenüber Staatsregierung und anderen Verbänden) sehr mühsam, nicht zuletzt auf Grund der nach dem Krieg gegebenen katastrophalen wirtschaftlichen Verhältnisse. Am 26. März 1949 wurde in Regensburg die endgültige Verbandssatzung beschlossen. Wichtigste Anliegen des Landkreisverbands waren die Übertragung von Staatsaufgaben in den übertragenen Wirkungskreis der Selbstverwaltung, die Zusammensetzung des Kreistags, die Organisation des Kreisausschusses sowie die Stellung der Landräte. So hat der Landkreisverband beispielsweise das Gesetz über kommunale Wahlbeamte maßgeblich mit initiiert. Mit der Verleihung der Eigenschaft als Körperschaft des öffentlichen Rechts an den Landkreisverband am 19. April 1952 war die Aufbauphase im Wesentlichen abgeschlossen.

Gebietsreform

Eine harte Belastungsprobe stellte die Landkreisgebietsreform dar, die mit Wirkung vom 1. Juli 1972 die Landkreise von 143 auf 71 und die kreisfreien Städte von 48 auf 25 verminderte. Mit diesem Zeitpunkt begann für den Landkreisverband Bayern praktisch als Folge der durch die Gebietsreform entstandenen Probleme eine zweite Aufbauphase. Pionierarbeit leisteten der damalige Vorsitzende des Landkreisverbandes Bayern, Landrat Dr. Fritz Wilhelm, Würzburg, und ab Juli 1978 Landrat Franz Frey, Augsburg. Die weiteren Präsidenten des Bayerischen Landkreistags bis heute waren bzw. sind Landrat Otto Neukum, Bamberg, Landrat Dr. Siegfried Naser, Kitzingen, und aktuell Landrat Theo Zellner, Cham.

Umbenennung in Bayerischer Landkreistag

Mit Wirkung zum 1. Mai 1990 hat sich der Landkreisverband Bayern, dem Beispiel weiterer Verbände folgend, in „Bayerischer Landkreistag“ umbenannt. Heute ist er neben den anderen kommunalen Spitzenverbänden, mit denen er wo immer möglich eine enge Zusammenarbeit pflegt, eine nicht mehr wegzudenkende Stütze in der öffentlichen Verwaltung, nicht nur als Interessenvertretung der bayerischen Landkreise, sondern auch durch seine Mitwirkung beispielsweise beim Zustandekommen und Vollzug von Gesetzen und Verordnungen. Gemeinsam mit den anderen Spitzenverbänden versteht sich der Bayerische Landkreistag bei aller entschiedenen Interessenvertretung seiner Mitglieder auch als Partner des Freistaats Bayern, wobei sich diese Partnerschaft nicht zuletzt auch in der Doppelfunktion und Mittlerrolle des Landrats als Leiter des staatlichen Landratsamts und des Landratsamts als Kreisbehörde widerspiegelt. DK
(GZ-15/16-07)

 

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