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50. Geburtstag von Dr. Gabriele Pauli: Frei für neue Aufgaben
GZ-13-07
Mittwoch, den 04. Juli 2007 um 15:49 Uhr
Neue Wege geht die Fürther Landrätin Dr. Gabriele Pauli, die am 26. Juni ihren 50. Geburtstag feierte. Bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2008 wird sie nicht wieder kandidieren. Nach dann 18 Jahren im Amt, gibt sie die Führung des Landkreises ab und wendet sich neuen Aufgaben zu.

 
Geboren in Schweich an der Mosel, erwarb Pauli 1976 in Fürth das Abitur. 1974 bereits trat sie in die Junge Union, 1977 in die CSU ein. Ein Jahr zuvor hatte sie ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Erlangen-Nürnberg aufgenommen und dieses 1981 als Diplom- Kauffrau abgeschlossen. Ab 1978 war Pauli Stipendiatin der Konrad- Adenauer-Stiftung und von 1982 bis 1983 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Erlangen- Nürnberg. Ab 1983 war sie Inhaberin des Pauli-Balleis-Verlages und arbeitete in der Folgezeit bei verschiedenen Bildungswerken als Referentin und Seminarleiterin sowie in den Büros diverser Bundestagsabgeordneter.

Kritik an Stoiber

Von 1987 bis 1990 fungierte die Mutter einer Tochter als stellvertretende JU-Landesvorsitzende. Zudem war sie von 1988 bis zu ihrer Wahl als Landrätin Stadträtin in Zirndorf. 1990 löste sie - als damals jüngste Landkreischefin Deutschlands - Dietrich Sommerschuh von der SPD mit 50,4 Prozent der Stimmen ab und wurde 1996 mit überzeugenden 59,1 Prozent sowie 2002 mit überragenden 65,4 Prozent im Amt bestätigt. Seit 1989 ist Pauli Mitglied im CSU-Landesvorstand und seit April 2005 in der Antragskommission der CSU.

2006 geriet Pauli auf Grund ihrer offenen Kritik an Ministerpräsident Edmund Stoiber bundesweit in die Schlagzeilen. Anfang 2007 verschärfte sich die Diskussion um die Spitzenkandidatur Stoibers bei den bayerischen Landtagswahlen 2008 zusehends. Pauli regte angesichts dessen schlechter Umfrageergebnisse eine CSU-Mitgliederbefragung an, die allerdings abgelehnt wurde. Mit Edmund Stoibers Erklärung am 18. Januar 2007, auf seine politischen Ämter im Herbst verzichten zu wollen, ist der Konflikt weitgehend in Paulis Sinne gelöst worden, wobei sie nach wie vor darauf drängt, die Parteibasis bei derartigen Entscheidungen einzubeziehen.

Erfolgreiche Sparpolitik

Während ihrer Amtszeit sorgte Gabriele Pauli u. a. dafür, dass der Landkreis Fürth mittlerweile erheblich unter dem durchschnittlichen Schuldenstand aller Landkreise in Bayern liegt. Ganz anders stellte sich die Situation dar, als die junge Politikerin das Amt übernahm: Vor 17 Jahren war der Landkreis Fürth aufgrund des Baus mehrerer Großprojekte wie Gymnasien oder sehr teurer Kreisstraßen bei gleichzeitiger Senkung der eigenen Einnahmemöglichkeiten über die Kreisumlage einer der höchst verschuldeten Landkreise in Bayern. Gerade dieser Umstand, aber auch die Höhe der Kreisumlage, mit der der Landkreis seine kreisangehörigen Gemeinden belasten muss, hat sich seit Paulis Amtsantritt wesentlich verbessert.

Wie die vielfach ausgezeichnete Landrätin - u. a. bekam sie das Bundesverdienstkreuz für beispielhafte Arbeit für eine bürgerfreundliche und leistungsfähige Verwaltung und den Olympe-de- Gouges-Ehrenpreis der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen für couragiertes politisches Auftreten - betont, habe der Landkreis hierzu seit Beginn der 90er Jahre „eine konsequente Sparpolitik“ betrieben.

Gut bestelltes Haus

So seien nicht nur im Jahr 1990 alle freiwilligen Leistungen gestrichen worden; auch wurden bei den Investitionen erhebliche Abstriche gemacht. Durch Streckung und Verschiebung von Baumaßnahmen ergab sich in den 90er Jahren eine Investitionspause, die dazu geführt habe, dass der extrem hohe Schuldenstand Zug um Zug verringert werden konnte. Damit kann der Amtsnachfolger im kommenden Jahr einen Spitzenlandkreis in Bayern übernehmen. Das Haus ist gut bestellt.

Kein Rückzug aus der CSU

In diesem Zusammenhang legt die begeisterte Motorradfahrerin Wert auf die Feststellung, dass ihre Entscheidung, nicht mehr als Landrätin zu kandidieren, „keinen Rückzug aus der CSU bedeutet, sondern im Gegenteil mich frei macht, neue Herausforderungen anzunehmen“. Für die Zukunft habe sie viele Optionen, die sie auf sich zukommen lasse. „Gerade auch die Reaktion meiner Partei hat mir neue Wege eröffnet und Chancen aufgezeigt“, beteuert Pauli. „Dafür danke ich der CSU, denn ich hätte sonst nie erfahren, welche große Unterstützung ich in der Öffentlichkeit habe.“ Der Entschluss, 2008 nicht mehr als Landrätin zu kandidieren, sei ihre persönliche Entscheidung. „Ich habe der CSU sehr gerne als Landrätin gedient und freue mich auf neue Aufgaben“, so Paulis Fazit. DK (GZ-13-07)

 

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