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Zum 75. Geburtstag von Dr. Georg Simnacher: Visionär und bürgernah
GZ-11-07
Mittwoch, den 06. Juni 2007 um 19:07 Uhr
simnacher„Leidenschaft für die Politik“ zeichnet ihn bis heute aus. Obwohl seit einigen Jahren im (Un-) Ruhestand, verbindet man mit Dr. Georg Simnacher bis heute den „engagierten Anwalt der sozial Schwachen“, den „Retter der schwäbischen Klosterlandschaft“ oder aber auch den „Motor der Dezentralisierung der Psychiatrie“. Am 10. Juni feiert der ehemalige Bezirkstagspräsident von Schwaben und Präsident des Verbandes der bayerischen Bezirke seinen 75. Geburtstag.

Beruflich begann der jetzt als Rechtsanwalt tätige Jubilar seine Karriere bei der Regierung von Oberbayern. Von dort wechselte er in die Abteilung öffentliche Sicherheit und Ordnung des Bayerischen Staatsministeriums des lnnern, ehe er 1965 an das Landratsamt Schwabmünchen gelangte. Obwohl Simnacher die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere im Staatsdienst mitbrachte, kam er der Aufforderung nach, für das Amt des Landrates von Giinzburg zu kandidieren. Mit einer soliden zwei Drittel-Mehrheit wurde er 1967 mit nur 34 Jahren zum jüngsten Landrat Bayerns gewählt.

Die Politik hat ihn seitdem nicht mehr losgelassen. 1970 zog Simnacher in den schwäbischen Bezirkstag ein, und nur vier Jahre später wurde er in das Amt des Bezirkstagspräsidenten gewählt. Mit 42 Jahren stand er einem politischen Gremium vor, das zum damaligen Zeitpunkt mit den finanziellen Möglichkeiten, die zur Verfügung standen, noch Lösungen bieten und Akzente setzen konnte. Als Bezirkstagspräsident entwickelte Georg Simnacher überregionale Visionen, und 1979 konnte er die Gründung eines vierten regionalen Spitzenverbandes realisieren. Der Verband der bayerischen Bezirke mit Sitz in München gewann durch seinen Präsidenten eine politische Präsenz, die niemand ignorieren konnte.

Simnachers Nachfolger im Amt des Verbandsvorsitzenden der bayerischen Bezirke, Manfred Hölzlein, bezeichnete den Jubilar bei der konstituierenden Verbandsversammlung am 5. Dezember 2003 in Augsburg als „gleichermaßen politischen Visionär wie bürgernahen Kommunalpolitiker“, dem die Menschen Vertrauen entgegengebracht hätten und dem es gelungen sei, im Bezirk Schwaben und im Verband ein „Wir- Gefühl“ entstehen zu lassen. Simnacher habe stets den Weitblick und auch den Mut gehabt, eingefahrene Wege zu verlassen und neue Ideen aufzugreifen. Um welche Aufgabengebiete es sich auch immer gehandelt habe, Simnacher habe als einer der Ersten die Defizite und Probleme erkannt und sich mit der ihm eigenen Hartnäckigkeit, die immer verbunden war mit Freundlichkeit und Verbindlichkeit, für Verbesserungen eingesetzt.

„Georg Simnacher hat Schwaben mit ehrlicher Sorge um die Nöte der Menschen, seinem aufrichtigen Bemühen um ausgewogene Lösungen und seiner Liebe zur Heimat kulturell und sozial in 29 Jahren als Bezirkstagspräsident in neue Bahnen gelenkt.“ Dabei hätten ihm, der von der Bevölkerung nicht von ungefähr anerkennend und bewundernd „Schwabenherzog“ genannt wurde, taktisches Geschick und profundes Fachwissen geholfen, lobte damals auch Kommunalminister Dr. Günther Beckstein das enorme Engagement des aus dem Amt scheidenden Präsidenten.

Als Beispiele für das soziale und kulturelle Wirken Simnachers nannte Beckstein den vom Jubilar angestoßenen und erfolgreich umgesetzten durchgreifenden Wandel zu Gunsten der Psychiatrie in Schwaben sowie seine Initiativen zu Gunsten behinderter und alter Menschen. Seine besondere Förderung des kulturellen Lebens und der Denkmalpflege zeigten sich an einer Fülle von Aktionen und Projekten - so an der Restaurierung der Synagoge in Ichenhausen oder der Revitalisierung des Theaters in Göggingen nahe Augsburg, nicht zuletzt aber am Kloster Irsee, das heute als schwäbisches Bildungszentrum kultureller Mittelpunkt mit großer Ausstrahlung ist.

Für sein jahrzehntelanges segensreiches Wirken in zahlreichen Positionen wurde Dr. Georg Simnacher u. a. mit dem Großen Bundesverdienstkreuz, dem Bayerischen und Französischen Verdienstorden, der Kommunalen Verdienstmedaille in Gold und der Bayerischen Verfassungsmedaille in Gold geehrt. DK (GZ-11-06)

 

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