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Preisträger 2012 der Bayerischen Landesstiftung: Nicht alltägliche Leistungen
GZ-24-2012
Mittwoch, den 19. Dezember 2012 um 02:00 Uhr

Die Bayerische Landesstiftung hat in einer Feierstunde in München hervorragende Leistungen in den Bereichen Soziales, Umwelt und Kultur gewürdigt. Finanzminister Dr. Markus Söder händigte in Vertretung von Ministerpräsident Horst Seehofer die Preise des Jubiläumsjahrs 2012 aus. „Die Auszeichnungen dokumentieren den Respekt für die nicht alltäglichen Leistungen“, betonte Söder. Die Preise sind mit je 30.000 Euro pro Sparte dotiert.


Die Bayerische Landesstiftung hat nach Söders Worten eine außerordentliche Förderbilanz: „In 40 Jahren hat die Landesstiftung mehr als 8.000 Projekte mit über einer halben Milliarde Euro unterstützt.“ Oft sei ein Zuschuss der Landesstiftung noch das fehlende finanzielle ‚i-Tüpfelchen‘, das ein Vorhaben ermöglicht.

Mehr als 8.000 Projekte

Seit 1972 und damit in 40 Jahren ihres Bestehens hat die Bayerische Landesstiftung mit einer Gesamtfördersumme von rund 527 Millionen Euro mehr als 8.000 Projekte mit engem Bezug zu Bayern ermöglicht, erklärte Söder. Allein im Jahr 2012 bewilligte die Landesstiftung für 546 Einzelprojekte Zuschüsse von rund 29 Millionen Euro. Darüber hinaus werden seit 1980 hervorragende Leistungen auf kulturellem und sozialem Gebiet sowie seit 1985 auch im Bereich Umweltschutz ausgezeichnet.

Umweltpreise

Die Umweltpreise gingen an die Südbayerische Portland-Zementwerke Gebr. Wiesböck & Co. GmbH, Rohrdorf, den Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V. sowie an das „Kirchliche Umweltmanagement - Der Grüne Gockel“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Mit Kulturpreisen wurden die Schauspielerin Gisela Schneeberger, das Liedduo Christian Gerhaher und Gerold Huber sowie der Historiker Prof. Dr. Hans-Michael Körner ausgezeichnet.

Sozialpreise

Mit Sozialpreisen wurden die Projekte „Mobil plus - sicher im Stadtbus“ der Freiwilligen Agentur Landshut (Fala), „Radio sag was“ der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg und das Internetangebot „Young Wings“ der Nicolaidis Stiftung München gewürdigt.

„Mobil plus“ ist ein Kooperationsprojekt von Fala und Verkehrsbetrieb Landshut und richtet sich an Senioren und Menschen mit Handicap. Bei dieser Zielgruppe sind häufig Unsicherheiten, Ängste und Informationsdefizite in Bezug auf den öffentlichen Busverkehr vorhanden. Mit praktischen Übungen, gezielter Information und individueller Busbegleitung will das Projekt dazu beitragen, dass die Mobilität der Menschen erhalten, gefördert oder (nach Krankheit) wieder erlangt werden kann.

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Beim Projekt „Radio sag was“ stand anfangs die Beobachtung, dass sich Menschen mit einer geistigen Behinderung in vertrauter Umgebung durchaus zu Themen aus Politik, Kultur, Sport oder gesellschaftlichem Leben äußern. Sie machen deutlich, dass es ihnen wichtig ist, am gesellschaftlichen Leben Teil zu haben. Daraus entstand bei der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg die Projektidee, die Sicht auf die Welt von Menschen mit geistiger Behinderung und das, was sie beschäftigt, über das Medium Radio hörbar zu machen.

Im Januar 2011 startete das erste Radioteam - bestehend aus fünf Menschen mit geistiger Behinderung in den Wohngemeinschaften St. Benedikt der Katholischen Jugendfürsorge in Mitterteich - unterstützt durch zwei Pädagoginnen sowie einen Journalisten und Hörfunkprofi. In Schulungen lernten die Radio-Pioniere die Grundsätze des Radio-Journalismus kennen, wie man Aufnahmegerät und Headset handhabt oder mit dem Schnittprogramm am PC arbeitet. Der Bitte um ein Interview kam jeder gerne nach, so zum Beispiel die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer oder Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller.

Anonyme und kostenlose Traumahilfe

Das Internetangebot „YoungWings“ wiederum richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 21 Jahren, die um einen nahen Angehörigen oder um andere wichtige Bezugspersonen trauern. Im Umgang mit Trauer und Traumata erfahrene Fachkräfte beraten die jugendlichen Hinterbliebenen anonym und kostenlos. Ziel der Beratung ist es, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Lösungsmöglichkeiten für deren Anliegen zu erarbeiten und sie dabei zu unterstützen, den eigenen Weg zu finden, mit dem Verlust umzugehen.

Im Berater-Team arbeiten Sozialpädagogen, Pädagogen, Psychologen, Therapeuten und Studierende der entsprechenden Fachrichtungen mit. Zudem bietet „YoungWings“ die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Kindern und Jugendlichen, die etwas Ähnliches erlebt haben. DK 


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