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5. GZ-Fachforum in Garching mit kompetenten Energie-Fachleuten
Kooperationspartner Bayerischer Gemeindetag, Bayerischer Städtetag und Bayerischer Landkreistag
Bereits zum fünften Mal trafen im Garchinger Bürgerhaus die Profis der Kommunalpolitik auf die Profis der Energie-Branche. Die Bayerische GemeindeZeitung hatte in Kooperation mit dem Bayerischen Gemeindetag, dem Bayerischen Städtetag und dem Bayerischen Landkreistag erneut zum Energie-Forum eingeladen. Als Medienpartner fungierte heuer abermals TV Bayern live.

Fast 400 Gäste aus Bayern und dem benachbarten Ausland - ein Rekordergebnis - wohnten dem 5. GZ-Energie-Fachforum in Garching bei. Red
Knapp 400 Teilnehmer aus ganz Bayern und dem benachbarten Ausland nutzten die Gelegenheit, sich anhand von knapp 30 Fachvorträgen über neue Produkte, Dienstleistungen und Lösungsansätze, die wegweisend für energiesparende Ausstattungsmöglichkeiten sind, zu informieren. Zudem wurden bei informativen Gesprächen und interessanten Diskussionen an den zahlreichen Ausstellerständen die vielfältigen Möglichkeiten der Energiegewinnung und –versorgung aufgezeigt.
Präsentationen auf der Freifläche
Gerne und gut angenommen wurden auf der Freifläche vor der Halle auch die Präsentationen eines erdgasbetriebenen Passat, den erdgas schwaben zur Verfügung stellte, sowie eines Pick-Up-Oldtimer, ausgestattet mit einem primus Mini-BHKW der Aschheimer Firma Mehringer & Saur.
Wie GZ-Verlegerin Anne-Marie von Hassel bei ihrer Begrüßung deutlich machte, will die Bayerische GemeindeZeitung die Verantwortlichen in den Kommunen dabei unterstützen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn es darum geht, für die jeweilige Stadt oder Gemeinde „einen guten und gangbaren Weg in die Energiezukunft zu beschreiten“. „Ob es gelingt, unsere hoch-technisierte Gesellschaft auch künftig zuverlässig mit Energie zu versorgen, wird davon abhängen, wie sehr und wie qualifiziert gerade die Kommunen die Energiewende mitgestalten“, prognostizierte Anne-Marie von Hassel.
Die „Hausherrin“, Garchings Erste Bürgermeisterin Hannelore Gabor, verwies darauf, dass sich Garching als Vorreiter-Kommune in punkto Energie positioniert habe. Grundlage sei das vom Stadtrat beschlossene Klimaschutzkonzept. Aufgrund dieses Konzepts sei Garching mittlerweile auch auf internationaler Ebene als vorbildliche Klimaschutzkommune angepriesen worden.
Maßnahmen und Projekte
Inzwischen sei eine Reihe von klimaschutzrelevanten Maßnahmen und Projekten durchgeführt, führte Bürgermeisterin Gabor aus. Die Stadt Garching und die E.ON Bayern AG stünden beispielsweise für die nachhaltige und regenerative Fernwärmeversorgung aus Geothermie für Garching. Beide sind mit 50 Prozent an der EWG beteiligt. Mit der neuen Projektkonzeption sei die EWG wieder auf Erfolgskurs gebracht.
Auch die Nutzung der Windenergie sei in Garching längst kein Tabuthema mehr, so die Rathauschefin. Im vergangenen Jahr wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit der Realisierungsmöglichkeit eines Windkraftprojekts in Garching befasst. Allerdings sei aufgrund der Aussagen im Bayerischen Windatlas die Nutzung der Windenergie in Garching als grenzwertig anzusehen.
Gabor zufolge „können genauere Aufschlüsse nur standortspezifische Untersuchungen der Windverhältnisse klären. Diese Untersuchungen möchte ich noch heuer in Auftrag geben.“
Klimaschutzkonzept
„Mit dem Klimaschutzkonzept legen wir den Weg fest, der vor uns liegt. Mit dem Klimaschutzplan definieren wir die Schritte, die wir zu gehen haben. Damit wir unterwegs nicht die Orientierung verlieren, werden wir Zwischenziele definieren, die alle paar Jahre überprüft werden“, betonte das Stadtoberhaupt. Mit dem Klimaschutzkonzept habe sich Garching zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2021 seine Strom- und Wärmeversorgung zu 100 Prozent aus heimischen regenerativen Energiequellen zu speisen. Dieses Ziel zu erreichen, wird nach Gabors Einschätzung auf dem Stromsektor „in Anbetracht des hohen Stromverbrauchs der Forschungseinrichtungen in Garching eher schwierig zu realisieren sein“.
Da aber bayern- und bundesweit der Weg zu den regenerativen Energien eingeschlagen wird, sei es aber 2021 „zumindest denkbar, dass innerhalb Deutschlands der Energiebedarf aus heimischen regenerativen Energiequellen gedeckt werden kann“. DK
GZ-14-2012
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