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Kommunen und die Energiewende |
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Mittwoch, 23. Mai 2012 |
Liebe Leserinnen
und Leser,
wie Ministerpräsident Horst Seehofer beim Bayerischen Landkreistag in Sonthofen erklärte, könnte er sich eine gesetzliche Regelung vorstellen, nach der die Landkreise für die Energieversorgung zuständig würden. Die Antwort des Vorsitzenden des Bayerischen Gemeindetags, Uwe Brandl, darauf: „Die Bayerischen Gemeinden wollen für die Energieversorgung der Bevölkerung zuständig bleiben.“ Diesem Statement kann ich nur zustimmen.
Sicher kommt den Landkreisen bei der Energiepolitik bzw. -wende eine bedeutsame Rolle zu. Sie sind als übergemeindliche Gebietskörperschaft an vielen Schaltstellen mit der Nutzung von Energiekonzepten unmittelbar befasst.
Die Bedeutung der erneuerbaren Energie wird in den nächsten Jahren kontinuierlich zunehmen. Um den Umbau des Energiesystems zu gestalten, ist ein planvolles, alle Ebenen einbindendes, dem Ziel der Nachhaltigkeit entsprechendes Handeln erforderlich.
Dem ländlichen Raum wird dabei in mehrfacher Hinsicht eine besondere Rolle zukommen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird überwiegend in der Fläche stattfinden. Gleiches gilt für den unumgänglichen Bau neuer Speicheranlagen und Übertragungsleitungen sowie die erforderliche Anpassung der Verteilernetze an eine zunehmend dezentralisierte Energieerzeugung.
Schon vor dem Beschluss zum Atomausstieg haben viele bayerische Kommunen die Zeichen der Zeit erkannt und entsprechend ihren Möglichkeiten die Energieversorgung auf nachwachsende Rohstoffe umgestellt. Auch in Sachen Energieeinsparung sind viele Kommunen vorbildlich mit innovativen Projekten vorangegangen. Diese hervorragende Arbeit der zum Teil auch kleinen Kommunen verdient höchste Anerkennung und Respekt. Diesen Prozess sollte man fortsetzen, vielleicht etwas schneller als bisher. Hier sind aber u. a. auch die Genehmigungsbehörden gefragt, damit den zahlreichen innovativen Ideen nicht unnötig viele Steine in den Weg gelegt werden.
Die Energiewende ist bei den Entscheidern der Kommunen vor Ort gut positioniert. Natürlich benötigen wir die fachliche Unterstützung der übergeordneten Behörden, aber kein Diktat „von oben“.
Ihr Alois Rainer
(GZ-11-2012)
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