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Internationale Handwerksmesse in München: Impulsgeber für den Fortschritt Drucken E-Mail
Dienstag, 6. März 2012

Leistungen und Bedeutung des Handwerks bei der Energiewende

Die vom 14. bis 20. März 2012 in München stattfindende Internationale Handwerksmesse steht unter dem Motto „Das Handwerk – Offizieller Ausrüster der Energiewende“. Damit setzt die Leitmesse des Handwerks 2012 ganz und gar auf Themen wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und Energiegewinnung.


„Ob bei der Gebäudesanierung, dem Bau neuer, energieeffizienter Häuser sowie der Erneuerung der Heizungs- und Klimatechnik, der Installation von Solartechnik oder beim Bau und Ausbau der Stromnetze, Handwerksbetriebe bringen ihr spezielles Fachwissen ein, wenn es um die Energiewende geht“, stellt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) fest. „Mit dem Motto unterstreicht die Internationale Handwerksmesse die Verantwortung, die das Handwerk bei dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung übernimmt.“

„Ob Zimmerer oder Dachdecker, Heizungsbauer, Glaser oder das Elektrohandwerk: Über 30 Gewerke leisten mit ihrer Arbeit und ihrem fachlichen Know-how einen wichtigen Beitrag, Energie effizient zu nutzen, Energie einzusparen und Energie zu gewinnen“, erklärt Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH. „Die Internationale Handwerksmesse ist für die Betriebe die richtige Plattform zu zeigen: Deutschland schafft die Energiewende – aber nur mit uns!“

Schlüssel zum Erfolg


Energieeffizienz sei einer der Schlüssel zum Erfolg der Energiewende, so Kentzler. Schließlich seien Energieeinsparungen die nachhaltigste Energiequelle. Doch die Kompetenzen des Handwerks umfassen noch weit mehr: „Von der Errichtung von Blockheizkraftwerken bis zur Installation von Photovoltaikanlagen – es ist die Wirtschaftsmacht von nebenan, die eine dezentrale, nachhaltige Energieversorgung schaffen kann.“

Informationsquelle

Laut Kentzler zeigen Studien, dass Handwerker bei Fragen zu Sanierung und Energieeffizienz die Informationsquelle sind, denen die Menschen am meisten vertrauen. „Handwerksbetriebe sind vor Ort, kennen die Praxis und sind so mit ihren Ideen und innovativen Dienstleistungen immer wieder Impulsgeber für den technischen Fortschritt.“ Dabei betreffe die von der Regierung beschlossene Energiewende sowohl den gewerblichen und öffentlichen wie auch den privaten Bereich, meint der ZDH-Präsident.

Von den Leistungen des Handwerks könnten schließlich nicht nur Privatpersonen, sondern auch Kommunen und Unternehmen profitieren. Dies gelte auch für die Handwerksbetriebe selbst. Sei es der Bäcker, der die Abwärme der Backöfen effizient nutzt, oder der Schreiner, der durch neue Fenster in seiner Werkstatt Energie und damit Betriebskosten spart.

Sonderschauen

Wie ein grüner Faden zieht sich das diesjährige Messemotto durch das komplette Messeangebot und das handwerkspolitische Rahmenprogramm. Auf Sonderschauen wie Innovation gewinnt! und dem energie•punkt – 2012 mit dem Titel „Wende statt Ende. Energielösungen für die Praxis“ – zeigen Handwerksbetriebe ihren Beitrag und ihre Ideen zur Energiewende. Auch bei Veranstaltungen wie der Podiumsdiskussion bei der Eröffnungsfeier und der Fachtagung des Bayerischen Handwerkstags werden die kommenden Herausforderungen, die Rolle des Handwerks und die notwendigen Rahmenbedingungen Thema sein. Daneben steht auch das Forum der Junioren des Handwerks unter dem Motto „EU was Nu? Energie, Finanzen, Bildung auf dem Prüfstand!“

„Land des Handwerks“

Eine Woche lang zeigen Spezialisten, Experten und Vorreiter an einem gemeinsamen Stand die ganze Bandbreite des Handwerks und feiern auf der Internationalen Handwerksmesse eine Woche lang ein Fest der Regionen. Eine Sonderfläche steht für Betriebe aus den 16 Bundesländern bereit. Im „Land des Handwerks“ repräsentieren ein oder mehrere Spitzenbetriebe pro Bundesland ihre Region. Gemeinsam stehen sie für die Vielfalt des Handwerks in der Bundesrepublik Deutschland. „Es ist die Chance für Handwerkskammern, Betriebe und Regionen, ihre Besonderheiten und Spezialitäten zu zeigen“, so Präsident Kentzler.

In lebenden Werkstätten sollen Berufsfelder aus dem Handwerk vorgestellt werden, die für Staunen, Faszination und Aufsehen sorgen. Sei es der Fassmacher, auf dessen Können sich die Top-Weingüter verlassen, der Stahlbauer, der spezielle Fassaden für markante und bekannte Gebäude entwickelt, oder der Bootsbauer, der sich auf die Produktion von High-tech-Ruderbooten spezialisiert hat. Deutschland ist vielfältig, so vielfältig wie der Pavillon „Land des Handwerks“.

Jugendliche im Visier

Eine gute Ausbildung, spannende Aufgaben und hervorragende Karrierechancen: Engagierten Jugendlichen hat das Handwerk viel zu bieten. Und doch ist aufgrund des demografischen Wandels die Suche nach jungen Fachkräften auch im Handwerk eine der großen aktuellen Herausforderungen. Deshalb macht sich die Internationale Handwerksmesse 2012 stark für den Nachwuchs und das Handwerk und zeigt in der Landeshauptstadt München die vielfältigen Leistungen der „Wirtschaftsmacht von nebenan“.

Verbände und Organisationen aus dem Handwerk, Akademien, Hochschulen und Institutionen präsentieren Deutschlands zweitstärksten Wirtschaftssektor live, direkt und hautnah. Denn auf den Aktionsflächen „YoungGeneration – Nimm Deine Zukunft in die Hände“ und „Berufe rund ums Auto“ können die Fachkräfte von morgen ausprobieren, welcher Beruf ihnen wirklich Spaß macht.

Aktionsflächen

Infos aus erster Hand sind wichtiger Bestandteil der beiden Aktionsflächen für den Nachwuchs. Als Ansprechpartner dienen den Jugendlichen deshalb junge Menschen, die zum Teil selbst noch eine Ausbildung absolvieren. Daneben stehen auch Meister der Innungen und Verbände sowie Vertreter der bayerischen Handwerkskammern Rede und Antwort und geben Tipps rund um das Thema Lehrstellensuche. DK

GZ-05-2012

 
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