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Erdwärmenutzung auf der IFAT ENTSORGA 2012: Trendthema Geothermie neu im Programm Drucken E-Mail
Donnerstag, 1. März 2012
Geothermie ist CO2-neutral sowie laut- und geruchlos. Die Hitze unter unseren Füßen kann direkt als Heiz- und Prozesswärme eingesetzt oder in Strom umgewandelt werden. Darüber hinaus sind geothermische Kraftwerke grundlastfähig. Sie sind daher prinzipiell in der Lage, Kohle- oder Kernkraftwerke zu ersetzen. Faktoren, die nach Einschätzung der Deutsche Bank Research die Erdwärmenutzung zu einem wichtigen Hoffnungsträger für eine bessere Energie- und Klimazukunft machen.

Geothermie ist also zweifelsfrei ein Trendthema. Auch deshalb wird sie für die weltweit führende Umwelttechnologiemesse IFAT ENSORGA, die von 7. bis 11. Mai in München stattfindet, neu ins Programm aufgenommen. Darüber hinaus findet im Rahmen der Veranstaltung am 9. und 10. Mai im ICM ein Kongress der Agentur für Erneuerbare Energien, Enerchange, zu den Themen Biomasse und Geothermie statt.

Europa in Führung

Bei der direkten Nutzung der geothermalen Wärme ist Europa international führend. Nach den aktuellen Zahlen des European Geothermal Energy Council (EGEC) sind in den 27 EU-Mitgliedstaaten Anlagen mit einer Kapazität von gut 23.000 MW installiert. Zusammen produzieren sie jährlich rund 65.000 Gigawattstunden an Wärme. Deutschland rangiert bei der installierten Kapazität nach Schweden und Norwegen auf Platz drei. Im letzten Jahr erzeugten weltweit 526 Kraftwerke mehr als 67.000 GWh Strom aus Erdwärme. Mit 209 Anlagen dominierten hier die USA.

Einen besonders großen Anteil an der Stromerzeugung erreicht die Geothermie überall dort, wo hohe vulkanische Aktivität herrscht, wie zum Beispiel auf den Philippinen, in Indonesien, Neuseeland und Mexiko. Dort ist sehr heiße Erdwärme relativ einfach verfügbar. Nach Einschätzung der Unternehmensberatung Frost & Sullivan werden in Zukunft jedoch neue Technologien, wie das Hot-Dry-Rock-Verfahren, Stromerzeugung aus geothermischer Energie überall auf der Welt ermöglichen. „Der Markt für Geothermie steht kurz- und mittelfristig vor einer großen Expansion“, ist sich Tomasz Kaminski, einer der Frost & Sullivan-Analysten, sicher.

Neben der technischen Weiterentwicklung unterstützen staatliche Strategiepläne und Förderprogramme in vielen Ländern das Wachstum der Geothermie. Beispielsweise hat Indonesien nach Angaben von Germany Trade and Invest das ambitionierte Ziel, bis zum Jahr 2025 mit einer Gesamtkapazität von 9.500 Megawatt (MW) zum größten Erzeuger von geothermischem Strom weltweit aufzusteigen.

Nach den Plänen der dortigen Regierung sollen zunächst bis zum Jahr 2014 neue Geothermie-Kapazitäten von knapp 4.000 MW bereitgestellt werden. Hierfür seien Investitionen von rund zwölf Milliarden US-Dollar nötig.

Potenzielle Boomstaaten


Als potenzielle geothermische „Boomstaaten“ in Europa hat trend:research in einer Expertenumfrage die Länder Deutschland, Island, Italien, Schweiz, Türkei und Ungarn ermittelt. Als Folge des erwarteten Wachstums rechnet das Marktforschungsinstitut mit einer gesteigerten Wettbewerbsintensität, zum Beispiel bei den Bohrunternehmen.

Die steigende Bedeutung der Erdwärmenutzung für die Wärmeversorgung von Privathaushalten und kommunalen Einrichtungen wird vermutlich auch den Markt für Wärmepumpen weiter ankurbeln. So rechnet der Bundesverband Erneuerbare Energie damit, dass sich bis zum Jahr 2020 der jährliche Absatz von Wärmepumpen mit 200.000 Stück im Vergleich zu heute mehr als verdreifachen wird.

Eine Möglichkeit für Unternehmen, sich in diesem Bereich auf der IFAT ENTSORGA zu präsentieren bietet der Gemeinschaftsstand „Geothermie“.


Nähere Informationen unter www.ifat.de
Red

(GZ-05-12)
 
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