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Rekordverdächtiger Schlackenabsatz Drucken E-Mail
Donnerstag, 26. Januar 2012
Max Aicher GmbH verwertete 2011 über 200.000 Tonnen

Piding – Auch für die Max Aicher GmbH neigt sich ein bewegtes Jahr dem Ende zu. Obwohl dem Unternehmen nach eigener Aussage durch fragwürdige und unsachliche Aktivitäten seitens einiger Non-Profitorganisationen immer wieder sprichwörtlich Steine in den Weg gelegt werden, ist es der Max Aicher GmbH in 2011 gelungen, nahezu 200.000 Tonnen an Elektroofenschlacke zu verwerten. Mit dieser Steigerung übertrifft das Unternehmen den Vorjahresabsatz deutlich und baut damit seine Lagerbestände weiter stark ab.


Dazu Geschäftsführer Dipl.-Ing. Georg Geißler: „Anders als von den ansässigen Bürgerinitiativen fälschlicherweise dargestellt, wächst die Menge auf unserer Anlage nicht, sondern unsere Lagerbestände schrumpfen zusehends.“

Laut Geißler haben sich die intensiven Anstrengungen der Öffentlichkeitsarbeit in 2011 gelohnt. Im Sommer wurden Journalisten eingeladen, um sich vor Ort umfassend ein Bild zu machen. Auch das im Herbst vom TK-Verlag veranstaltete erste Deutsche Schlacken-Symposium war ein voller Erfolg.

Geißler fasst zusammen: „Die Veranstaltung war ausgebucht, keiner hatte mit so viel Resonanz gerechnet. Dies war sicherlich auch den hochkarätigen Referenten zu verdanken. Die eingeladenen Vertreter der Bürgerinitiativen blieben leider der Veranstaltung fern, was für uns unverständlich ist. Denn gerade wenn ich gegen etwas bin, muss ich doch im Thema sein. Die Begründung der Absage, dass die Veranstaltung zur Förderung der Verwertung von Schlacke angekündigt und ausgeschrieben worden sei und die BI´s sagten, dass die Verwertung nicht ihre Angelegenheit wäre, ist auch uns „zu kurz gesprungen. Denn es wurde ganz klar direkt an die BI´s kommuniziert, dass es auch um deren Themen geht, wie z. B. die Frage der ökotoxikologischen Auswirkungen oder die Frage ‘Ist Schlacke giftig?’“

„Wenn dies nicht das Thema der Bürgerinitiativen ist und war, warum meldet man sich zu diesen Themen immer wieder zu Wort? Gerne informieren wir hier und klären auf – solange die Diskussion sachlich geführt wird und von echtem Interesse an der Sache geprägt ist“, stellte der Geschäftsführer klar.

Wie Geißler zudem erläuterte, liegt der aktuelle Lagerbestand auf der Anlage nun bei ca. 220.000 Tonnen (gegenüber ca. 240.000 Tonnen zum Ende 2010). Ziel für die Zukunft ist es, diesen Bestand weiterhin zu senken. Seitens des Landratsamts wurde ein Höchstbestand von 290.000 Tonnen in 2011 beschlossen, der bislang immer deutlich unterschritten wurde.

Auf die Frage, warum in der Vergangenheit größere Lagerbestände aufgebaut wurden, antwortete Geißler: „Bis dato war die Schlacke aufgrund ihrer ausgezeichneten baulichen Eigenschaften auch in Bayern das Produkt der Wahl bei großen Tiefbauprojekten. Für einige Projekte war es bisher notwendig, deutlich größere Mengen zu sammeln, die dann im Bauverlauf in kurzen Abständen abgerufen wurden. Außenstehenden, die nicht vom Fach sind, war dies immer schwer zu vermitteln, weil sie dachten wir würden hier willkürlich Schlackenberge aufbauen.“ Doch nun habe man aufgrund der nachwievor schwierigen Situation die Strategie geändert und will zukünftig andere Abnehmer bevorzugt beliefern. Darüber hinaus wurde in 2011 konsequent weiter an der Qualität der Produkte sowie an neuen Anwendungen gearbeitet.

Zu den immer wiederkehrenden Anschuldigungen aus der Öffentlichkeit, die Schlacke sei giftig, meinte Geißler „Das Einzige, was hier vergiftet wird, ist die Stimmung gegen unsere Produkte. Auch auf dem Schlacken-Symposium wurde wieder von Experten bestätigt, dass die Schlacke nicht giftig ist. Dies wurde in vielen (Langzeit-) Studien mehrfach bestätigt. Selbst Pflanzen gedeihen prächtig auf unserer Schlacke und hoch empfindliche Bioindikatoren haben in allen Versuchen bislang keinen Schaden genommen.“

Bei der Max Aicher GmbH werde man auch weiterhin an einer umfassenden Aufklärung der Öffentlichkeit arbeiten und Fakten schaffen. Für 2012 haben sich Geißler und sein Team vorgenommen, den Lagerbestand unter 200.000 Tonnen zu senken.
Red

GZ-01/02-2012

 
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