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GZ-24-06
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Mittwoch, 20. Dezember 2006 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„Haben Sie schon den Weihnachtsfeier-Knigge in der Zeitung
gesehen? Es ist schon
amüsant zu lesen, auf was die
Leute alles kommen.“ Mein
Chef, der Bürgermeister, ist
ziemlich abgehärtet von all den
Weihnachtsfeiern der Vereine,
Institutionen und Organisationen,
zu denen er gehen muss.
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GZ-23-06
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Donnerstag, 7. Dezember 2006 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„Jeder von uns ist ein Engel
mit nur einem Flügel, und wir
können nur fliegen, wenn wir
uns umarmen.“ Wenn mein
Chef, der Bürgermeister, Luciano
De Crescenzo zitiert, dann
versucht er damit keine plumpe
Anmache bei mir. Nein, er
will nur seinen philosophischen
Beitrag zur Flügel-Frage
leisten, die seit dem Dresdner
CDU-Parteitag nicht mehr
nur in politischen Kategorien
diskutiert wird.
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GZ-22-06
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Dienstag, 21. November 2006 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„Also für mich gehört zu einem
richtig schönen Fernsehkrimi
ein düsteres altes
Schloss, wabernde Nebelschwaden
über einem undurchdringlichen
Moor und
distinguierte britische Gentlemen.“
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GZ-21-06
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Donnerstag, 9. November 2006 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„Die Gründerväter der Vereinigten
Staaten sahen schließlich
das Streben nach Glück als
ein Menschenrecht an.“ Mein
Chef, der Bürgermeister, schaute
etwas verlegen von seinem
Lotto-Schein auf, den er gerade
ausfüllte, als ich ins Zimmer
kam.
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GZ-20-06
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Donnerstag, 19. Oktober 2006 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„Wenn wir uns angewöhnen, aus Angst vor Gewalt mit der Schere im Kopf herumzulaufen, dann brauchen wir uns keine Gedanken mehr über unsere Freiheit machen. Die haben wir dann verloren. Aber haben wir auch Sicherheit gewonnen?“ Mein Chef, der Bürgermeister, war sehr irritiert über die Diskussion zur Idomeneo- Absetzung in Berlin.
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GZ-19-06
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Donnerstag, 5. Oktober 2006 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„Eine Sternstunde der Entbürokratisierung und ein wirklich großer Schritt für den mündigen Verbraucher.“ Mein Chef, der Bürgermeister, lächelte hämisch, als er die Zeitungsartikel las, die über den Wegfall einer europäischen Verpackungsrichtlinie berichteten.
Denn Großes tat sich in Straßburg, als der europäische Gesetzgeber beschloss, dass hinkünftig der Hersteller und damit indirekt der Verbraucher selbst entscheiden kann, welche Packungsgröße er für sein Produkt wählt. Bisher war haarklein festgelegt, welche Produkte in welcher Verpackung angeboten werden durften.
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GZ-18-06
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Donnerstag, 21. September 2006 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„Da tobt der ewige Zweikampf zwischen Obrigkeitsstaat und Selbstverantwortung, zwischen dem ergebenen Warten auf eine fürsorgliche Anordnung und dem Zutrauen in die Entscheidungsfähigkeit des Einzelnen.“ Mein Chef, der Bürgermeister, der sicherlich in stillen Stunden glaubt, an ihm wäre ein Kabarettist verloren gegangen, spottete über einen seit Tagen tobenden Streit im Rathaus.
Nein, nein, wir machen heute keine Zeitreise in die 70er Jahre à la „Freiheit oder Sozialismus“.
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