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GZ-23-07
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Donnerstag, 6. Dezember 2007 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„Alle Jahre wieder. Kaum haben die Leute ihr Weihnachtsgeld auf dem Konto, werden die Werbebeilagen in den Zeitungen dicker als die redaktionellen Seiten.“ Mein Chef, der Bürgermeister, ist nicht etwa zum Kulturpessimisten mutiert, der gegen Konsumterror und Reizüberflutung durch Reklame wettern würde. Aber interessant ist es schon, wie heuer alle Welt ein Fest des teuren Schenkens und der großen Umsätze heraufbeschwören will – alles im Dienste des Aufschwungs.
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GZ-22-07
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Mittwoch, 21. November 2007 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„Mut braucht man oft vor
allem in den Lebenslagen, in
denen das Schicksal einen zur
Demut zwingt.“ Mein Chef,
der Bürgermeister, las voller
Bewegung die Berichte über
den Rücktritt von Arbeitsminister
Müntefering, der seiner
kranken Frau in einer entscheidenden
Lebensphase seine
ganze Aufmerksamkeit widmen
will.
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GZ-21-07
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Freitag, 9. November 2007 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„Zornesfalten machen hässlich,
liebe Fanny. Du solltest
Deinem Gesicht nicht mehr
zumuten, als es verträgt.“ Oh,
wie ich meinen Chef, den Bürgermeister,
hasse, wenn er seine
primitiven Chauvi-Sprüche
vom Stapel lässt. Und dann
auch noch schriftlich! Per
eMail! Nur gut, dass er trotz
des Schaums, den er derzeit
vor dem Mund hat, so klug
war, mir seine selbst getippte
Antwort zu zeigen, bevor er auf „senden“
drückte.
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GZ-20-07
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Donnerstag, 25. Oktober 2007 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„Ob Kanzlerin oder Biofreak,
ob Unternehmer oder
Weltverbesserer - der Klimawandel
hat alle gepackt.“
Mein Chef, der Bürgermeister,
sah in die Runde seines Wahlkampfteams
und erwartet jetzt
Vorschläge, wie man diesen
Mega-Trend in seinen Wahlkampf
einbauen könnte.
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GZ-19-07
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Donnerstag, 11. Oktober 2007 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„Diese blöden Neidhammeleien
perlen an mir persönlich
ab. Fragt sich nur, ob so was
die Wähler beeindruckt?“
Mein Chef, der Bürgermeister,
ärgert sich gerade über eine
ziemlich perfide Geschichte
in der Zeitung, die von seinem
Gegenkandidaten bei der
nächsten Wahl lanciert wurde.
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GZ-18-07
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Donnerstag, 27. September 2007 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„So sehr man sich abmüht
mit einer guten, soliden Politik
für die örtlichen Bedürfnisse -
ganz abkoppeln von den Mega-
Trends der gesamtpolitischen
Entwicklung kann man
sich auch in einem Kommunalwahlkampf
nicht.“ Mein
Chef, der Bürgermeister, las
interessiert einen Zeitungsbeitrag,
der zu dem Schluss
kam, dass Deutschland nicht
dem Neo-Liberalismus, sondern
dem Neo-Etatismus fröne.
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GZ-17-07
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Donnerstag, 13. September 2007 |
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Gestern hat mein Chef gesagt ...
„Geiz ist geil - das ist sicher
noch ein griffiger Marketingspruch.
Für eine politische
Kampagne taugt er nicht
mehr.“ Mein Chef, der Bürgermeister,
ging kritisch die
Vorschläge des Wahlkampfteams
bezüglich möglicher
inhaltlicher Profilierungen
durch.
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