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Wilo-Wassertage in Adlersberg: Aspekte der Wasserwirtschaft
GZ-03-2015
Donnerstag, den 05. Februar 2015 um 12:12 Uhr

Zahlreiche namhafte und anerkannte Referenten aus Wasser- und Abwasserwirtschaft, Forschung und Umweltpolitik versorgten bei den Wilo-Wassertagen in Adlersberg bei Regensburg knapp 350 Teilnehmer aus ganz Deutschland mit neuesten Informationen zu den Möglichkeiten und Perspektiven wirtschaftlicher und nachhaltiger Trinkwasserversorgung, Abwassertransport und Abwasserbehandlung. Organisiert wurde das Fachsymposium von der WILO SE und Wilo EMU Anlagenbau, Hof.


Franz Herrler (Zweckverband der Wasserversorgungsgruppe Laaber Naab) verdeutlichte anhand verschiedener Arbeitsbeispiele, zu denen auch die Einführung von Energiemanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001 zählte, wie anspruchsvoll bereits heute die Aufgabe ist, infrastrukturell grundlegende Funktionen wie die Wasserver- und –entsorgung auf gewohnt hohem Niveau abzusichern. Michael Reißnecker (Ing.-Büro Reißnecker & Eberhardt) wiederum beschrieb am Beispiel des Zweckverbandes Ruhstorfer Gruppe ganz konkret die praktische Umsetzung eines solchen Energiemanagementsystems und gab wertvolle Tipps, wie solche Implementierungen schneller und reibungsloser auszugestalten sind.

Lösungsansatz

Doch wie lassen sich die Versorgungs- und Entsorgungsprozesse letztlich energetisch tatsächlich technisch, im Detail optimieren? Den Stand der Technik im Sinne einer „energetisch und funktional optimalen Wasserversorgung der Zukunft“ vertrat hier Mario Hübner (Manager System - Engineering Sales Region D-A-CH, WILO SE). Einer seiner  Lösungsansätze: der Einsatz von Frequenzumformern, der Austausch von Pumpen und Motoren durch solche mit höheren Energieeffizienzklassen und die Verwendung neuer, optimal ausgelegter Pumpensysteme.

Ein weiteres drängendes Branchenthema ist jedoch neben der Energieeffizienz die Trinkwasserbereitstellung. Dipl.-Ing. Harald Kienlein vom Ingenieurbüro Hausmann + Rieger stellte in diesem Zusammenhang die Bestandserhaltung der Infrastruktur, speziell die Sanierung von Trinkwasserspeichern aus den 1960er, 70er und 80er Jahren in den Mittelpunkt. Unter Berücksichtigung verschiedener Sanierungsvarianten beschrieb Kienlein vor allem den Weg von der Schadensfeststellung bis hin zur Instandsetzungsplanung.

Abwasserbeseitigung

Ganz im Zeichen der „Kehrseite des Wasserverbrauchs“, der Abwasserbeseitigung, stand der zweite Veranstaltungstag. Hier hat der Klimawandel bereits für deutliche Spuren gesorgt: Immer häufiger auftretende Starkregen machen beispielsweise dringend Anpassungsmaßnahmen zur Kanaldimensionierung notwendig. Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert von der Universität der Bundeswehr München forderte daher zeitnah den Einsatz ausreichender Mittel zur Instandhaltung der Kläranlagen und öffentlichen Kanäle in Deutschland. Gleichzeitig ist, wie Professor Dr.-Ing. Paul-Uwe Thamsen (TU Berlin) erläuterte, auch aus technischer Sicht deutlich stärker als bisher eine ganzheitliche Vorgehensweise notwendig, um den Herausforderungen der Abwasserentsorgung künftig nicht nur bedarfsgerecht, sondern letztlich noch finanzierbar begegnen zu können.

Wie verwoben die Thematik ist, zeigt der Umstand, dass die Abwasserbehandlung auch in den meisten Fällen der größte Energieverbraucher einer Kommune ist. Entsprechend drängend stellt sich für die Entscheider die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz von Kläranlagen dar. Anhand praktischer Beispiele zeigten Claudia Scharnagl (U.T.E. Ingenieur GmbH) sowie Mario Hübner (WILO SE), wie durch effiziente Abwasserreinigung und den Einsatz effizienter Aggregate beträchtliche Einsparpotenziale realisiert werden können. DK

(GZ-03-2015)

 

 

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