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Global District Energy Climate Award für Geothermie Kirchweidach
GZ-14-2015
Mittwoch, den 29. Juli 2015 um 01:00 Uhr

Tallinn/Kirchweidach. Das Fernwärmeprojekt in Kirchweidach (Bayern) ist mit dem Global District Energy Climate Award in der Kategorie „Special Award“ ausgezeichnet worden. Der renommierte Preis für herausragende Leistungen im Bereich der Erneuerbaren Energien als Beitrag zum globalen Klimaschutz wurde in der estnischen Hauptstadt Tallinn durch Francoise d’Estais, Head of Finance des United Nations Environment Programme (UNEP), an Marcus Hansen, Geschäftsführer der Kirchweidacher Energie GmbH (KiwE), und an Benjamin Richter von Rödl & Partner übergeben, der das Projekt seit Anbeginn wirtschaftlich begleitet.


„Wir haben hier in Kirchweidach alle mit großem Engagement und Herzblut das Fernwärmeprojekt auf Basis der Energie aus Tiefengeothermie in die Tat umgesetzt. Dieser Award ist eine große Anerkennung für alle Bürgerinnen und Bürger, für das Projektteam, für die Verwaltung hier in Bayern und für die involvierten Unternehmen, die sich seit Jahren dafür eingesetzt haben“, erklärte Johann Krumbachner, Erster Bürgermeister von Kirchweidach. „In dieser Weise auf internationalem Parkett ausgezeichnet zu werden, ist eine tolle Motivation für uns alle. Der Klimawandel ist ein globales Phänomen. Aber wir müssen hier auf der lokalen Ebene die Energiewende realisieren, um die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben.“

Stark unterschätzt

„Die Tiefengeothermie wird nach wie vor als Quelle für Erneuerbare Energie national und international viel zu stark unterschätzt“, betonte Marcus Hansen, Geschäftsführer der Kirchweidacher Energie GmbH (KiwE). „Dabei geht es hier nicht „nur“ um Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Das Fernwärmesystem, das wir hier aufgebaut haben, beflügelt die wirtschaftliche Entwicklung in der ganzen Region. Wir haben hier viele neue Arbeitsplätze geschaffen – dank Erneuerbarer Energie.“

Symbol für Erfolg der Energiewende

„Das in der Gemeinde Kirchweidach realisierte Projekt zur Nutzung umweltfreundlicher geothermischer Wärme ist ein Symbol für den Erfolg der Energiewende auch im Wärmebereich“, ergänzte Benjamin Richter, Associate Partner bei Rödl & Partner. „Es zeigt, wie die Potenziale der Region optimal ausgeschöpft werden können, um neben der Nutzung Erneuerbarer Energie in einem ländlich geprägten Gebiet Arbeitsplätze zu schaffen und der wirtschaftlichen Entwicklung der Region neue Impulse zu geben.“ In Kirchweidach werden zukünftig durch die Substitution fossiler Energieträger und Millionen von Transportkilometern mehr als 30.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart.

Gemüsebaubetrieb profitiert

In diesem Frühjahr wurde das Fernwärmenetz erfolgreich in Betrieb genommen. Bereits seit Ende des Jahres 2013 wird ein großer Gemüsebaubetrieb in Kirchweidach mit geothermischer Energie versorgt. In seinem ca. 12 ha großen Gewächshaus werden Tomaten und Paprika für bis zu 600.000 Bürgerinnen und Bürger angebaut. Das Projekt hat eine starke regionale Bedeutung und wirkt durch die Lieferung von CO2-frei produzierten Tomaten und Paprika für den ganzen Freistaat. Es wurde sowohl durch die KfW als auch durch die LfA gefördert.

Im Rahmen der offiziellen Einweihung der Tiefengeothermieanlage in Kirchweidach übergab die Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie und stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner den Award offiziell an den 1. Bürgermeister von Kirchweidach, Johann Krumbachner. In diesem Rahmen wurde auch der Grundstein für die erste Erweiterung des Gewächshausprojektes um weitere acht Hektar gelegt. RED

(GZ-14-2015)

 

 

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