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Donaukraftwerk Ingolstadt: Erster Testlauf der Fischaufstiegsanlage
GZ-1/2-2015
Mittwoch, den 14. Januar 2015 um 13:51 Uhr

 

Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit der Donau Rhein-Main-Donau AG investiert über 1,2 Millionen Euro

Ende vergangenen Jahres wurde die Fischaufstiegsanlage am Bahnstrom-Kraftwerk Ingolstadt der Donau-Wasserkraft AG, einem Tochterunternehmen der Rhein-Main-Donau AG, einem ersten Testlauf unterzogen: Im Beisein von Sachverständigen für Wasserwirtschaft und Vertretern des Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt wurde die Anlage auf Ihre technische Funktionsfähigkeit ausführlich getestet, um im weiteren Bauverlauf, der noch bis ins kommende Frühjahr reicht, Optimierungen vornehmen zu können. Das Wasser wurde anschließend wieder abgelassen.





















Fischwanderhilfe um das Donaukraftwerk Ingolstadt: Erster Wassertest des technischen Teils der Fischaufstiegsanlage. Simuliert wurde die Befüllung der Anlage bei Donau-Höchststau, wozu der linke der vier Schütze geöffnet wurde und 500 Liter Wasser pro Sekunde (3,3 Badewannenfüllungen pro Sekunde) über die 26 Betonbecken, die jeweils 13 Zentimeter Höhe überwinden, in Richtung ebenfalls neuem Raugerinne (oberer Bildrand) abflossen. Das Raugerinne mündet nach etwa 130 Meter in den bestehenden knapp einen Kilometer langen Entwässerungsgraben um das Kraftwerk herum, in dem weitere 500 Liter pro Sekunde aus einem benachbarten Baggersee fließen. Foto: bildschnittTV/Rhein-Main-Donau AG, München 2014.  RED


Nach derzeitigem Bau- und Planungsstand werden die gesamten Baumaßnahmen inklusive der Restarbeiten, wie zum Beispiel Neuanpflanzungen, im Frühjahr 2015 abgeschlossen sein. Damit liegt der Bau der Fischaufstiegsanlage voll im Zeitplan.

Für die Fischaufstiegsanlage am Kraftwerk Ingolstadt investiert die Rhein-Main-Donau AG über 1,2 Millionen Euro. Erreicht wird damit eine weitere Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit der Donau, so dass ab Frühjahr 2015 eine fast 130 Kilometer lange Flussstrecke vom Kraftwerk Geisling (südöstlich von Regensburg) bis zum Kraftwerk Bittenbrunn bei Neuburg für Fische und andere Wassertiere passierbar ist. Leitfisch für die Auslegung der an der Donau zu bauenden Fischaufstiegsanlagen ist der Huchen.

Prüfung der technischen Funktionsfähigkeit

Bei den Tests wurde die technische Funktionsfähigkeit der gesamten Fischaufstiegsanlage vom Einstieg unterhalb des Kraftwerks Ingolstadt bis zum Ausstieg im Stauraum für das Kraftwerk, also über eine Gesamtdistanz von mehr als 1.000 Meter und einem Höhenunterschied von maximal 7,80 Meter, geprüft. Dazu wurde ab den frühen Vormittagsstunden Donauwasser in die Anlage eingeleitet und im Lauf des Tages weitere Tests mit unterschiedlichen Wasserständen durchgeführt.

Die sich dabei ergebenden Strömungsverhältnisse in der Fischaufstiegsanlage wurden beobachtet und ausgewertet. Notwendige Optimierungen erfolgten durch Setzen oder Herausnehmen von Steinen in den naturnah ausgestalteten Abschnitten der Anlage. Zur Anpassung an die unterschiedliche Wasserführung der Donau stellen vier regelbare Einlaufschütze am Ausstieg sicher, dass die Anlage voll automatisch immer mit der ausreichenden Wassermenge von konstant 500 Liter pro Sekunde (3,3 Badewannenfüllungen pro Sekunde) versorgt wird. Diese Wassermenge ist notwendig, damit die Fische problemlos den Aufstieg durchwandern können.

Attraktiver Lebensraum

Bis zur offiziellen Inbetriebnahme der Fischaufstiegsanlage werden noch die ausstehenden Strukturmaßnahmen im Raugerinne und vorhandenen Entwässerungsgraben umgesetzt. Der gesamte nichttechnische, „naturnahe“ Teil der Fischaufstiegsanlage erhält einen geschwungenen Verlauf mit Zonen unterschiedlicher Wasserführung. Durch den Einbau von Holz und Wasserbausteinen sowie Kiesnestern wird sie ökologisch aufgewertet und so zu einem attraktiven Lebensraum und optimalen Wanderkorridor für Fische und Wasserlebewesen umgestaltet.

Außerdem werden die vollautomatische Steuerung der Fischaufstiegsanlage an das Kraftwerk Ingolstadt und die Übermittlung ausgewählter Daten an die Zentralwarte in Landshut eingebaut. Die aus der Bauphase noch vorhandenen Bohrpfähle, mit denen die Baugrube zur Donau hin abgesichert wurde, werden zur Aufnahme eines schwimmenden Schutzrechens vor dem Ausstieg der Fischaufstiegsanlage weiter genutzt. RED

(GZ-1/2-2015)

 

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