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Ab nach Chile
GZ-1/2-2015
Mittwoch, den 14. Januar 2015 um 13:29 Uhr

Zwei Amorbacher DIVE-Turbinen auf dem Weg nach Südamerika

Amorbach. Es sind die schwersten und größten Turbinen, die das Amorbacher Unternehmen DIVE-Turbinen GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit der FELLA Maschinenbau GmbH bisher hergestellt hat. Beide werden in Kleinwasserkraftwerke in Chile eingebaut.







 

 

 

 

 







Spätestens im März sollen die Turbinen laufen. RED


Jede Turbine bringt 24 Tonnen auf die Waage und hat einen Durchmesser von viereinhalb und eine Höhe von vier Metern. Bis Hamburg geht es nachts mit überbreitem Schwertransport, dann per Schiff durch den Panamakanal nach Concepción und wieder mit einem Schwertransport zum Standort in der Nähe von Los Àngeles. Insgesamt dauert die Reise der Turbinen fünf Wochen. Vertriebsleiter Christian Winkler: „Spätestens im März sollen die Turbinen laufen.“ Dann werden sie zusammen voraussichtlich jährlich acht Millionen Kilowattstunden erzeugen, genug um mindestens 2.100 Haushalte mit Strom zu versorgen. Damit können genau 4.586 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden.

„Eigentlich ist Chile als wasserarmes Wüstenland bekannt“, weiß Winkler, „doch das ist nicht richtig. Richtig ist, dass es in Chiles Norden sehr wenig regnet. Ab der Mitte und im Süden des Landes gibt es jedoch viele Flüsse, die von den Anden zum Pazifik fließen, diese werden auch zum Bewässern der Felder genutzt.“ Die dazu gebauten Kanäle transportieren große Wassermengen, die jetzt mit den DIVE-Turbinen zur Energieerzeugung genutzt werden können. Normalerweise arbeiten Wasserkraftwerke mit großen Fallhöhen. Mit den DIVE-Turbinen wird jedoch bereits eine Fallhöhe von nur 3,4 Metern nutzbar. Damit die Turbinen ihre Leistung von 540 Kilowatt entfalten können, müssen allerdings 19.000 Liter Wasser pro Sekunde hindurchfließen. Sie bringen das Laufrad auf maximal 168 Umdrehungen pro Minute. Martina Römmelt-Fella, Geschäftsführerin der DIVE GmbH: „Wenn sich die Amorbacher Turbinen bewähren, kann mit unserer Technik ein erhebliches Energiepotential in Chile, aber auch anderen Ländern mit ähnlichen Verhältnissen, genutzt werden. Allein in Chile wartet in den Bewässerungskanälen ein Kleinwasserkraft-Potential von ungefähr 350 Megawatt auf einen Anschluss ans Stromnetz.“

Weltweit arbeiten inzwischen 20 DIVE-Turbinen mit einer installierten Gesamtleistung von 8,5 Megawatt. DIVE Turbinen GmbH & Co KG beschäftigt zusammen mit Fella Maschinenbau GmbH derzeit über 50 Mitarbeiter.
Wolfgang Thielke

(GZ-1/2-2015)




 

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