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3. Bayerisches Wasserkraftforum: Wasserkraft ja bitte!
GZ-09-2015
Freitag, den 08. Mai 2015 um 10:46 Uhr

Über 200 Teilnehmer bei GZ-Fachveranstaltung in Landshut

Als Informationsveranstaltung und Dialogforum etabliert hat sich das Bayerische Wasserkraftforum der Bayerischen GemeindeZeitung, das in seiner nunmehr dritten Auflage in Landshut stattfand. Gut 200 Besucher informierten sich über den neuesten Stand der Technik sowie über politische und rechtliche Rahmenbedingungen, die die Nutzung der Wasserkraft regeln. Vertreter des bayerischen Wirtschafts- bzw. Umweltministeriums gaben hierzu detailliert Auskunft.

Großer Andrang beim 3. Bayerischen Wasserkraftforum

Großer Besucherandrang beim Wasserkraftforum der Bayerischen GemeindeZeitung in Landshut. RED


Anfang des Jahres haben die Wasserkraftunternehmen im Freistaat die Initiative „Wasserkraft – ja bitte!“ (www.wasserkraft-ja-bitte.com) ins Leben gerufen, um die Vorteile dieser zuverlässigen und ältesten erneuerbaren Stromquelle ausführlich darzustellen. Mit Repräsentanten der Mitglieder der Initiative zeigte „Wasserkraft – ja bitte!“ in Landshut Flagge und informierte in Vorträgen, im Rahmen einer Ausstellung sowie in persönlichen Gesprächen über die regionalen und lokalen sehr guten Beispiele und Anwendungen, die den vielfältigen Nutzen der Wasserkraft und ihre ökologische Umsetzung in Bayern erlebbar machen.

Partner der Initiative sind aktuell: Die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH, Augsburg, die E.ON Kraftwerke GmbH, Landshut, die Grenzkraftwerke GmbH, Simbach, die Rhein-Main-Donau AG, München, die SÜC Energie und H2O GmbH, Coburg, die VERBUND AG, Wien, die VERBUND Innkraftwerke GmbH, Töging, die Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern e.V., München, sowie der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW und die Wasserkraftwerke Passau GmbH.

„Unsere bayerische Wasserkraft ist als wichtigste erneuerbare Stromerzeugungsform im heimischen Energiemix ein Juwel. Sie leistet einen unverzichtbaren Beitrag zu einer zuverlässigen Stromversorgung und damit zur wirtschaftlichen Stabilität in Bayern. Zudem ist sie klimafreundlich, ressourcenschonend, sicher verfügbar und preiswert“, konstatierte Dr. Albrecht Schleich im Namen der Initiative „Wasserkraft – ja bitte!“. Generell genieße die Wasserkraft eine sehr hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Alle bisherigen Umfragen untermauerten diesen Trend.

In Verbindung mit ökologischen Optimierungsmaßnahmen an den Wasserkraftwerksstandorten, beispielsweise zur Fischdurchgängigkeit, würden weitere erhebliche Verbesserungen für die Umwelt erreicht, so Schleich. Die bayerischen Wasserkraftunternehmen böten das ganze Jahr über Besichtigungsmöglichkeiten, Tage der Offenen Tür sowie zahlreiche weitere interessante Aktionen an.

Grundlastfähige Energie

„Wasserkraft ist in Bayern in hohem Maße vorhanden. Sie ist grundlastfähig und umweltfreundlich. Sie muss deshalb zur Stromerzeugung herangezogen werden“, unterstrich Thomas Schmid, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Bauindustrieverbandes. Eine Anpassung der EEG-Vergütung an die Anforderungen des Naturschutzes sei zwingend erforderlich, sowohl für Modernisierungen bzw. Erweiterungen als auch für Neubauten. Auch der Neubau von Wasserkraftanlagen an neuen Querbauwerken unter Berücksichtigung der ökologischen Anforderungen müsse möglich sein.

Besonders schonend für Flora und Fauna sind nach Schmids Darstellung moderne Schachtkraftwerke wie das geplante Loisachkraftwerk Großweil. Schachtkraftwerke sind ein innovatives Konzept für eine kosteneffiziente und naturverträgliche Nutzung der Laufwasserkraft, das an der Technischen Universität München (TUM) entwickelt wurde. Es eigne sich sowohl für den Kleinwasserkraftbereich als auch für Anlagen im größeren Leistungsbereich und erlaube zudem die Nachrüstung bestehender Querbauwerke.

Und auch die Verbindung von Wind- und Wasserkraft ist Schmid zufolge möglich: Der Naturstromspeicher Gaildorf in Baden-Württemberg macht den Test – eine Weltneuheit. Das Wasser des Pumpspeicherkraftwerkes im Tal wird unterirdisch in das Bauwerk der Windkraftanlagen gepumpt und wieder entnommen. Die gespeicherte Energie in den Türmen und den Passivbecken der Windkraftanlagen kann eine verlässliche, planbare und an den Verbrauch im Stromnetz angepasste Stromlieferung sichern. Darüber hinaus wird die Anlage einen Beitrag zur benötigten Versorgungssicherheit leisten. Die Druckrohre werden unterirdisch und überwiegend in vorhandenen Wegen verlegt. Die geplante Betriebsdauer der Anlage beträgt mindestens 60 Jahre und kann somit von mehreren Generationen genutzt werden.

In ihrer Begrüßung hatte GZ-Verlegerin Anne-Marie von Hassel darauf hingewiesen, dass die Wasserkraft die weltweit am meisten genutzte erneuerbare Energiequelle ist. Nach Angaben des Bundesverbandes erneuerbare Energien e.V. erzeugen bereits 7.500 Anlagen in Deutschland Energie durch Wasserkraft.

Zentralwarte der E.ON Wasserkraft

Besuch der Zentralwarte von E.ON Wasserkraft in Landshut.

Nach dem umfangreichen Programm mit knapp einem Dutzend Vorträgen hatten interessierte Gäste die Gelegenheit, die Zentralwarte von E.ON Wasserkraft in Landshut zu besichtigen. E.ON steuert von der Zentralwarte aus derzeit 57 Wasserkraftwerke an fünf Flüssen sowie ein Pumpspeicherkraftwerk in Bayern. Bei Hochwasser wird die Zentralwarte zu einem wichtigen Partner der Katastrophenschutzbehörden, da die dort verfügbaren aktuellen Daten und Pegelstände der Flussabschnitte vorliegen. Die Informationen der Warte dienen somit auch als Grundlage für Entscheidungen zur Bekämpfung des Hochwassers.

Sonderdoku und Internet

Die Vorträge können im Internet unter www.bayerisches-wasserkraftforum.de/programm2015/ heruntergeladen werden. Eine Sonderdokumentation der Veranstaltung veröffentlichen wir in der GZ-Ausgabe Nr. 11, die am 11. 6. erscheint. DK

(GZ-09-2015)

 

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